Welches ist die beste Bank für dich? Welche Konten brauchst du?

Auf dem Weg zu deiner schöneren finanziellen Situation fragen wir zuerst: Welche Girokonten hast du und welche Girokonten brauchst du? Welche Art von Bank ist die beste für dich? Möchtest du lieber persönlichen Service oder günstige Kosten? Direktbanken sind zwar günstiger, aber Filialbanken beraten dich persönlich. Das Angebot der neuen Neobanken ist häufig weniger umfangreich.

Hier erklären wir, welche Konten wir für jeden empfehlen. Schau dir dann an, was dir die einzelnen Banken bieten. Entscheide dann, welche Bank die beste für dich ist. Was ist dir wichtig bei deiner Bank?

Die meisten Deutschen haben ein Girokonto bei einer lokalen Bank oder einer Direkt-Bank. Was sind eigentlich die Vor- und Nachteile?

Die Unterschiede betreffen vor allem die Höhe der Gebühren, die Verfügbarkeit von Geldautomaten, ob es eine Kredit- oder Debitkarte dazu gibt, ein Depot zur Investition in Aktien oder ETFs und wie viel Service und Support dir die Banken bieten.

Die Antwort auf die Frage, welche Bank für dich die beste ist, hängt ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Also überleg dir, welche Konten du brauchst und wie viel Service du möchtest und entscheide dann, ob es an der Zeit ist etwas zu ändern!

Das sind die Konten, die jeder braucht

Dein Gehalt landet normalerweise auf einem Girokonto. Damit ist dieses Girokonto dein wichtigstes Konto. Hast du zu diesem Girokonto auch ein Tagesgeldkonto? Das ist ein kostenloses Konto zum Sparen. Damit ist es besonders einfach zwischen deinem Girokonto und deinem Tagesgeldkonto Geld zu verschieben. Dieses Tagesgeldkonto nutzt du, um einen Notgroschen zu sparen, der im Notfall schnell verfügbar ist.

Gleichzeitig empfehlen wir ein Depot für langfristige Investitionen und Geldanlagen, am besten in günstige ETFs. Dieses Depot kann zu deinem Gehaltskonto gehören, muss es aber nicht. Hier erhältst du unsere Empfehlung, falls du auf der Suche nach einem Depotanbieter bist.

Zuletzt empfehlen wir dir ein weiteres Tagesgeld- oder Extrakonto, auf dem du Geld für erwartete Ausgaben der nächsten 5 Jahre ablegst.

Falls du viel im Ausland unterwegs bist, kannst du zusätzlich ein kostenloses Konto bei einem Anbieter wie wise eröffnen. Diese Konten bieten besonders günstige Konditionen fürs Bezahlen oder das Abheben von Geld mit einer Debitkarte im Ausland, sind aber keine Girokonten im klassischen Sinne.

  • Ein Girokonto fürs Gehalt (dein wichtigstes Konto!)
  • inklusive Extra- oder Tagesgeldkonto für den Notfallgroschen
  • Ein (kostenloses) Depot für langfristige Investitionen (5+ Jahre) in ETFs für Altersvorsorge und langfristige Ziele
  • Ein zusätzliches Extra- oder Tagesgeldkonto für geplante Anschaffungen (in 1 bis 5 Jahre)
  • (Vielreisende benötigen auch) eine Debit-Karte mit dem Konto von WISE

Hier erfährst du, warum wir empfehlen die Konten zu trennen.

Wenn du für unterschiedliche Ziele sparst und du dein Geld nicht anlegen möchtest, kann es sich lohnen noch weitere Konten zum Sparen zu haben. Vielleicht bietet deine Bank Unterkonten für dein Girokonto an. Dann ist es besonders einfach und bequem.

Deine Aufgabe: Welche ist die beste Bank für dich?

Überprüfe deine aktuelle Konten: Welche Konten hast du, für welche Zwecke nutzt du diese Konten und mit welchen Gebühren sind diese Konten verbunden? Schließe überflüssige Bankkonten, die du nicht brauchst.

Falls du unzufrieden mit den Konditionen deines Gehaltskontos bist, eröffne ein neues Konto bei einer Bank mit einem Tagesgeldkonto und einem Depot. Dies wird dein wichtigstes Konto, von dem alle relevanten Transaktionen abgehen.

Hier sind unsere Empfehlungen für Girokonten mit Depot und für ein Depot (ohne Girokonto).

Welche Banken gibt es in Deutschland?

Nicht alle Banken sind gleich und nicht alle bieten dir alles, was du von einer Bank brauchst. Hier geben wir dir einen Überblick über die deutsche Banken-Landschaft zur Orientierung. Wir unterscheiden vor allem Filialbanken, Direktbanken und Neobanken.

Filialbanken

Filialbanken sind Kreditinstitute, die ein Netz von Filialen unterhalten. Dazu gehören sowohl international agierende Banken, die lokale Filialen unterhalten als auch etwa regional verankerte Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Typischerweise bieten diese Banken ein umfangreiches Angebot und persönliche Beratung. Der Support ist gut, sollte es einmal zu Problemen kommen. Als Girokonto mit Depot und Tagesgeldkonto kommen diese Banken also durchaus in Frage. Aber nur wenn du mit höheren Gebühren für Kontoführung, Depot und andere Leistungen leben kannst.

Vor- und Nachteile: Individuelle Beratung und Betreuung und umfangreiches Filialnetz. Besserer und persönlicher Service im Vergleich zu Direkt- und Neobanken, aber höhere Kosten.

Beispiele: Zu den wichtigsten Vertretern in Deutschland gehören beispielsweise die Sparkassen sowie die Deutsche Bank, Commerzbank und die Postbank.

Direktbanken

Eine Direktbank, manchmal auch Online-Bank genannt, ist eine Bank ohne Filialen, die ihre Services online oder per Telefon anbietet. Fürs Abheben von Bargeld sind Direktbanken häufig Teil eines Netzwerks wie Cash Group oder Cash Pool, an deren Automaten die Kunden kostenlos Bargeld erhalten können.

Daneben ist das Angebot der Direktbanken in Deutschland häufig dem Angebot einer Filialbank vergleichbar. Allerdings fällt die persönliche und individuelle Beratung einer Filialbank weg. Dadurch sparen Direktbanken Kosten und können ihre Services günstiger anbieten.

Vor- und Nachteile: Umfangreiches Angebot, keine persönliche Beratung in Filialen. Günstigere Kosten als Filialbanken.

Beispiele: Empfehlenswerte Direktbanken mit einem umfangreichen Angebot in Deutschland sind etwa die ING, die DKB und die comdirect Bank (seit 2020 eine Marke der Commerzbank).

Neobanken

Eine Neobank ist eine der neueren Banken, die ausschließlich online oder in einer mobilen App und ohne traditionelle Filialen arbeitet. Alle Transaktionen erfolgen dabei online oder über die App und auch die Service-Leistungen und Beratungen sind nur deutlich eingeschränkt verfügbar. Deshalb sind Neobanken deutlich günstiger als traditionelle Banken mit Filialen und persönlicher Beratung.

Vor- und Nachteile: Diese Banken sind günstig und richten ihr Angebot an den Bedürfnissen ihrer jüngeren Nutzer aus. Das Angebot ist im Vergleich zu traditionellen Banken aber oft eingeschränkt, weil etwa kein Depot angeboten wird. Auch der Support ist oft dürftig.

Beispiele: Eine der ersten und größten Neobanken in Deutschland ist N26. Eine Neobank mit nachhaltigem Anstrich ist Tomorrow. Andere interessante Marktteilnehmer sind etwa Nuri oder Vivid Money.

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DER AUTOR

Christian hat Volkswirtschaftslehre und Statistik in Berlin studiert und danach eine Doktorarbeit zur Vermögensverteilung in Deutschland und Europa geschrieben. Daneben arbeitete er an einigen Projekten zu Altersvorsorge und Arbeitsmarkt. Jetzt gibt er sein Wissen an alle weiter, die ihre Finanzen gut und unabhängig regeln wollen.